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50 Jahe ESPA
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Liebe Freundinnen und Freunde der ESPA,

ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2005 am ESPA-Berufskolleg geht nun zu Ende. Wir haben dieses Jahr unter das Motto „ESPA 50!“ gestellt, weil wir das 50. Jahr unseres Bestehens erkennbar und unverwechselbar feiern wollten.

Ich möchte an dieser Stelle für die Freundeskreisleser die Ereignisse des Jahres noch einmal in Erinnerung rufen.

Wir eröffneten das Jubiläumsjahr am 15. Januar mit einem festlichen Gottesdienst in der Apostelkirche, der gleichzeitig als Auftakt zu einer Ausstellung über die Von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel und ihre vielfältigen Angebote für die betreuten Menschen diente.
Die Predigt hielt Dr. Rolf Engels, Vorstandsmitglied von Bethel und in Personalunion Geschäftsführer der ESPA gGmbH, über Lukas 10, V.25 – V.37, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dr. Engels verknüpfte die theologische Auslegung des Gleichnisses mit Erläuterungen zum Auftrag Bethels und mit Hinweisen auf die drei zentralen Begriffe des ESPA-Schulprogramms „Bilden – Begegnen – Verantworten“. Die Fürbitten wurden von ehemaligen und jetzigen Schülerinnen und Lehrerinnen gesprochen, darunter die frühere Vorsitzende des Freundeskreises Inge Pflug.
Die gestalterischen Höhepunkte bildeten ein Schattenspiel der Schülerschaft, das von unser Lehrerin und Spielpädagogin Hanne Sander einstudiert worden war, und der Auftritt des Westfälischen Kammerchors, der über viele Jahre in unserem Schulgebäude seine Proben abgehalten hatte.

Nach der Ausstellungseröffnung, zu der Frau Bürgermeisterin Reismann für die Stadt Münster einen Willkommensgruß an Bethel und seine Diakonie richtete, begann ein Ehemaligentreffen im Schulgebäude der ESPA.
Die LehrerInnen und SchülerInnen hatten zu diesem Anlass die Räumlichkeiten des Forums, des Medienraumes und Spielraumes in der ersten Etage so geschmackvoll dekoriert, dass man die Schule kaum noch wieder erkennen konnte. Es gab Suppe zum Mittagessen, den die Nachfolgefirma der Cafeteria im Diakonissenmutterhaus vorbereitet hatte, und danach ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das im Unterricht der Berufsfachschulen von unseren Fachlehrerinnen Frau Rampelmann und Frau Mehne geplant und hergestellt worden war.
Überhaupt zeigte sich bereits in der ersten Jubiläumsveranstaltung, wie wertvoll unsere hauswirtschaftliche Fachgruppe und ihre Schülerinnen der Kinderpflege- und Sozialhelferausbildung für die Kultur unserer Schule sind.
Über 250 Ehemalige nutzten die Gelegenheit, bis in den Abend hinein zu klönen und Erinnerungen auszutauschen. An einem besonderen Tisch hatten sich ehemalige Lehrerinnen um die frühere Schulleiterin Schwester Elfriede Brandt zusammen gefunden und Erinnerungen ausgetauscht. Nebenbei konnten sie auch einen kleinen Eindruck in das heutige Schulleben der ESPA gewinnen.

Da wir uns für das Jubiläumsjahr vorgenommen hatten, einen bunten Reigen zu gestalten , der ernsthafte mit fröhlichen Anteilen verbinden sollte, war es eine gute Planung, dass nach einen Festgottesdienst und einem munteren Ehemaligentreffen nun im Februar ein Fachtag der Sozialpädagogik, immerhin dem „Kernstück“ und Namensstifter unserer Schule, folgen sollte.

Heike Winke, damalige Bildungsgangleiterin in der Fachschule für Sozialpädagogik, hatte einen der führenden Denker über die Arbeit in Kindertagesstätten gewinnen können: Dr. Rainer Strätz vom Sozialpädagogischen Institut NRW (SPI) aus Köln.
Er referierte vor ca. 80 Teilnehmern aus unseren Praxisstellen sehr anschaulich mit Videoaufnahmen über kindliche Bildungsprozesse, insbesondere wie Kinder im Vorschulalter sich eigene Wege für ihren Wissensdurst und die Eroberung ihrer Welt suchen und auch finden (sog. Selbstbildung). Die sich anschließenden Gruppenarbeiten des Workshops vertieften das Thema aus der Sicht der sozialpädagogischen Praxis und zeigten auf, dass viele Tagesstätten bereits erfolgreich mit dem von Dr. Strätz angesprochenen Paradigmenwechsel in der Kinderarbeit experimentieren. Dort können Kinder unbeeinflusst und lediglich durch Erzieherinnen geschickt angeregt ihr eigenes Curriculum entwerfen und ihren Kindergartenalltag spannend gestalten. Auch für unsere Schule und unsere Erzieherinnenausbildung gab es sehr gezielte Anregungen, die wir bereits unmittelbar in unserem Verständnis von Lernfelddidaktik durch neue Unterrichtsmethoden an der Fachschule für Sozialpädagogik umsetzen.

Mit einer Festveranstaltung am 22.April im Münsterschen Rathaussaal wollten wir anschließend das Jubiläumsfrühjahr 2005 krönen, was uns vor allem dadurch gelang, dass wir auch zu diesem Anlass die ESPA-typische Mischung aus Ernst und Fröhlichkeit im Programm ausdrücken konnten. Untermalt durch verschiedene klassische Musikstücke, die von Ulla Schiefel variantenreich begleitet wurden, betonten Frau LRSchDìn Monika Appler von der Bezirksregierung Münster, Frau Dr. Andrea Hanke als Schuldezernentin der Stadt Münster, Dr. Dieter Beese, Superintendent des Kirchenkreises Münster, Dr. Engels für die Anstalt Bethel und Irene Waller-Kächele vom Bundesverband ev. Ausbildungsstätten (BeA) in ihren Grußworten, welche Bedeutung sie der ESPA beimessen.
Den Festvortag hielt Prof. Dr. Andreas Gruschka aus Frankfurt zu dem Thema: „50 Jahre ESPA – Lernen aus Geschichten“. Er entwickelte – durchaus unterhaltsam – aus optisch präsentierten Erinnerungsstücken der ESPA-Geschichte eine Darstellung der jeweils zeittypischen Schulpädagogik und Erzieherausbildung und gab uns Lehrerinnen und Lehrern in heutiger Zeit bedenkenswerte Anregungen zur Gestaltung eines eindeutig identifizierbaren Schulprogramms.

Der 1.Mai 1955 ist das offizielle Gründungsdatum der ESPA. So nahm die Schülervertretung der ESPA dieses Datum zum Anlass, die Freitag-Nacht vom 29.April auf den 30.April 2005 zu einem Filmevent im Schulgebäude mit anschließendem Frühstück am Samstagmorgen zu nutzen. Es wurden Spielfilme aus 5 Jahrzehnten des ESPA-Bestehens bis in die Morgenstunden gezeigt, allerdings, wie es heißt, mit nachlassendem Interesse, je länger es dauerte. Sehr schön eingerahmt wurde das SV-Event durch das symbolische Pflanzen eines Apfelbaumes im Schulgarten und das Anschneiden einer Riesentorte, die die Schulleitung unserer einzigartigen SV mit ihrem beständigen SV-Verbindungslehrer Norbert Göttker-Plate spendiert hatte.

Bereits mit Schuljahresbeginn 1994/95 hatten wir an der ESPA die Kinderpflege-Ausbildung in unser Schulprofil aufgenommen. Somit konnte diese gut nachgefragte Fachrichtung der Berufsfachschule (1996 folgte die Sozialhelferausbildung) im ESPA-Jahr 2005 ein Jubiläum feiern: Zehn Jahre Kinderpflege.
Das langjährige Lehrerinnen-Team in diesem Bildungsgang wollte vor allem ein Treffen der Absolventinnen der ersten Jahrgänge organisieren. Wie es sich für die Kinderpflege gehört, war natürlich auch ein Programmangebot vorbereitet, an dem die Kinder aus den mittlerweile gegründeten eigenen Familien oder aus den Kindertagesstätten, in denen unsere Absolventinnen arbeiten, teilnehmen konnten. Wieder war das Forum mit einem attraktiven Buffet umgestaltet, auf dem die Schülerinnen und Lehrerinnen der Kinderpflege besondere Leckereien für Erwachsene und Kinder darboten. Sabine Breyer als Bildungsgangleiterin und eine der Gründungsmütter dieses Bildungsganges hielt eine launige, gereimte „Festrede“. Das Veranstaltungsangebot der derzeitigen Schülerinnen mit Tanz und Theater wurde durch unseren Hauszauberer Frank Elskamp mit einer speziellen Ansprache für die teilnehmenden Kinder bereichert. Natürlich freuten sich auch alle auf die Pionierin der Kinderpflege Nora Baus, die mit einem Vorleseangebot an frühere Zeiten ihrer Klassenlehrertätigkeit erinnerte. Fazit: Atmosphäre und Ambiente sehr angenehm, Verpflegung hervorragend, Kinder zufrieden, Wiedererkennungswert unter den Ehemaligen hoch; aber leider zu wenig Teilnehmer!

Die meisten von Ihnen, liebe Freundinnen und Freunde der ESPA, wissen, dass wir traditionell zum Schuljahresabschluss und zur Zeugnisüberreichung ein großes Schulfest für alle feiern. Ein fröhliches Ausrufezeichen am Ende eines meist anstrengenden Schuljahres für Schüler und Lehrer.
So auch im Jubiläumsjahr 2005!
Nur hatte sich der Jubiläumsausschuss des Lehrerkollegiums auch hier etwas Besonderes ausgedacht. Wir luden einen Veteran der Spiel- und Tanzpädagogik als Animateur zu uns ein: Peter Ausländer aus Vlotho zu dem wir seit über 20 Jahren einen regelmäßigen Kontakt pflegen. Denn jedes Jahr fährt eine Klasse in den Jugendhof Vlotho, um dort immer wieder Neues mit historischen Tänzen in barocken Kostümen und mit kreativen Angeboten zu erleben. „Die ESPA singt und tanzt“ war das Motto des Festes, das wir nach dem Schulgottesdienst am 5.Juli im Garten des Mutterhauses eröffneten. Der Tanz im Ringelreihen, in großen und in kleinen Kreisen mit über hundert Menschen: Schülerinnen, Absolventinnen, Eltern, Freunde, Lehrer. Alle angeleitet über Mikrophon, aber mit originaler, handgemachter Musik mit alten Instrumenten durch Peter Ausländer und seinen Freunden. Ein gelungener Ausklang des Schuljahres, der selbst den Skeptikern ein glückliches Lachen aufs Gesicht zauberte. So etwas kann wohl nur Peter Ausländer, der an diesem riesigen Ereignis erkennbar seine Freude hatte!
In der Feierstunde mit der Überreichung der Abschlusszeugnisse konnten wir unseren neuen Vorsitzenden des Freundeskreises Hansjürgen Frowein vorstellen, der als Vater einer Absolventin der Fachschule für Sozialpädagogik auch „geborener“ Gast der Festveranstaltung war. Er nutzte die Gelegenheit, um den abgehenden Schülern die Bedeutung des Freundeskreis-Vereins nahe zu legen.
Prof. Günter Böhm wurde von uns gebeten, als Vorsitzender des ESPA-Kuratoriums den Absolventen ein Begleitwort zu formulieren. Er tat dies in seiner typischen, eloquenten und anregungsreichen Art – und ganz ohne Manuskript! - (siehe Zeitungsberichte in diesem Freundeskreisbrief). Auch wenn sich in Zukunft die Gestalt und Aufgabe des Kuratoriums durch den neuen Schulträger verändern wird, so freuen wir uns, dass demnächst weiterhin Günter Böhm, ein Freund der Schule seit vielen Jahren und besonders in der schweren Zeit,
in diesem Gremium der Schule mit arbeiten wird.

Wie oft habe ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser des Freundeskreisbriefes, schon darüber geschrieben, wie belastend wir Lehrer den Schuljahresanfang im „normalen“ Schulalltag mit Unterricht, Korrekturarbeiten, Konferenzen, Curriculumentwicklung und Fortbildungen erleben. Zu Beginn des Schuljahres haben wir mit Genehmigung des Schulträgers trotz der damit verbundenen Mehrkosten unser Ausbildungsangebot quantitativ erweitert, indem wir eine zweite Unterstufenklasse in der Kinderpflege eröffnet haben. Dies geschah vor allem auf dem Hintergrund, dass ja zum einen die Kinderpflegeausbildung in Zukunft eine der Voraussetzungen für den Besuch der Fachschule für Sozialpädagogik darstellt und weil zum anderen so viele junge Menschen z.Z. nur geringe Aussichten auf einen Ausbildungsplatz im dualen Ausbildungssystem besitzen. So sind schulische Ausbildungsplätze in dieser Zeit sehr nachgefragt und lindern damit die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher.
An der ESPA lernen nun über 480 Schülerinnen und Schüler. Wir konnten mit der Erweiterung unseres Angebotes einer neuen Lehrkraft einen Arbeitsplatz anbieten: Seit Schuljahresbeginn unterrichtet Frau Simone Arlt die Fächer Mathematik und Informatik vorwiegend an den Berufsfachschulen und der Fachoberschule Klasse 11.

Auch wenn uns der Alltag nach Schuljahresbeginn voll im Griff hatte, war die Jubiläumslaune noch nicht vergangen, denn es galt in diesem Jahr das 10jährige Bestehen der Fachschule für Heilerziehungspflege zu feiern. Zehn Jahre höchst ambitionierte Ausbildung für den Bereich Behindertenhilfe! Immerhin die einzige diesbezügliche Ausbildungsstätte in Münster.
Ein Kulturprogramm mit Ehemaligentreff sollte es sein, so hatten es sich Helga Reiche und Jens Clausen als Bildungsgangleitungen gewünscht.
Ein Theatergruppe aus Bielefeld und Eckardtsheim war gefunden worden, die ein Theaterstück in einem Projekt mit behinderten und nicht-behinderten Schauspielern entwickelt hatten mit dem Titel „Kleine Welten – große Welten“. Das Stück war uns mit seinem Inhalt und seinen Darstellungsmitteln empfohlen worden, weil es die Lebenswelt und Wohnträume von Menschen, sei mit oder ohne Behinderung, eindrucksvoll auf die Bühne bringt. Mit minimaler Kulisse, aber mit technischer und multimedialer Präsenz.
Einziges Hindernis für einen erfolgreichen FHE-Kultur- und Begegnungsnachmittag war die Auswahl des Aufführungsortes, weil das Integrative Tourneetheater „Götterspeise“ eine bestimmte Raumhöhe braucht und genügend Platz für die Bühne, den wir in der ESPA nicht zur Verfügung haben. So prüften wir alle möglichen Aufführungsorte, Aulen und Turnhallen der umliegenden Schulen. Als idealer Ort erwies sich die Aula der „Realschule im Kreuzviertel“, die dank des unkomplizierten Mitwirkens des dortigen Hausmeisters Herrn Wenzel und des unermütlichen ESPA-Hausmeisters Arno Britzwein hervorragende Rahmenbedingungen bot, auch weil sie so nah an unserem Schulgebäude liegt und zu Fuß für unsere Besucher zu erreichen ist.
Das Theaterstück war das erwartete Highlight und wurde von ca. 100 Zuschauern begeistert beklatscht. Wir freuten uns besonders, dass unsere ehemaligen Schüler der FHE mit von ihnen betreuten Personen im Rollstuhl oder anderen Gästen gekommen waren.
Das anschließende Ehemaligentreffen im Schulgebäude fand in einem wunderschön herbstlich geschmückten Schulgebäude statt, orangefarbene Kürbisse und braun-buntes Blätterwerk, dazu Kunstwerke aus dem Unterricht der jetzigen Klassen, von Dorothee Busch-Bühren zusammengestellt – der richtige Rahmen für freudige (Wieder)Begegnungen. Ein freundliches Grußwort im Namen des Freundeskreises sprach das neue Vorstandsmitglied André Rittinghaus, der als ehemaliger Schüler der Fachschule für Heilerziehungspflege auch seinen persönlichen Dank an die Schule ausdrückte. Leider gab und gibt es bei Ehemaligentreffen immer wieder kleine Enttäuschungen, wenn dann doch nicht alle gekommen sind, die sich angekündigt haben, oder wenn man keinen früheren Klassenkameraden trifft. Allerdings: Diejenigen, die gekommen waren, erlebten einen unterhaltsamen Nachmittag, der für einige erst abends im „Nordstern“ endete.

Mittlerweile war ja schon der November erreicht, die traditionelle SV-Party vor den Herbstferien und das Kreuzviertelfest waren ebenfalls hinter uns, und wir steuerten auf den ultimativen Höhepunkt des Jubiläumsjahres „ESPA 50!“ zu: den Varieté-Abend „The very best of ...!“. Ulla Schiefel hatte durch intensives Casting ein Dreistundenprogramm zusammen gestellt, das Höhepunkte aus 10 Jahren ESPA-Varieté mit jetzigen und vor allem ehemaligen Varietékünstlern der ESPA barg. Die Moderation des Abends lag wieder in den bewährten Händen von Lilo Rademacher und Norbert Göttker-Plate. Traditionell stellt sich ja der „Freundeskreis der ESPA e.V.“ als Veranstalter des Varietéabends dar, aber vor allem dadurch, dass Wolfgang Barenhoff in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Freundeskreises für die feinen Getränke sorgt. Als guter Kassenwart des Freundeskreises hatte Wolfgang Barenhoff ein wenig knapp kalkuliert, deshalb waren leider die Getränke nach drei Stunden ausverkauft. Das änderte jedoch nichts an der Stimmung dieses Abends, der nach vielen Musik- und Tanzdarbietungen, Sketchen des „Schändlichchores“ gegen Ende insbesondere durch das Improvisationstheater um Kikki Sandmann seinen Höhepunkt erreichte.
Das Jubiläumsjahr hatte sein „show-down“ erlebt!

Viele Glücksmomente hat uns dieses Jubiläumsjahr gebracht! Aber das ausgedehnte Jubiläumsjahr hat uns auch viel Kraft gekostet. Wir werden erst mit einigem Abstand die reichen Einzelheiten dieses Jahres genießen können. Erst in der Erinnerung werden die Puzzlestücke, die jedes für viel Arbeit und zusätzlichen Aufwand gesorgt haben, wieder zu einem Gesamtbild zusammen wachsen, an das man sich gerne erinnern wird.

Zum Abschluss meines Rückblickes auf ein unvergängliches Jahr 2005 gilt es weitere Personalia besonders herauszuheben.
Am 12.Mai 2005 fand die Mitgliederversammlung unseres Freundeskreises statt, die durch die Teilnahme von Dr. Engels eine zusätzliche Bedeutung erhielt. Im Namen der ESPA dankte ich unserem langjährigen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Schneider, der stellvertretenden Vorsitzenden Mechthild von Lüninck und den Vorstandsmitgliedern Helga Stephany und Ralf Hubert. Dieser Vorstand hat unserer Schule in schwerster Existenznot zwei Mal geholfen, unseren Kurs zu halten. Er hat dem Lehrerkollegium und unseren Schülern zu neuem Selbstbewusstsein verholfen, weil er zeigte, dass es auch Freunde außerhalb der Schule gibt, die sich engagiert für evangelische Berufsbildung in Münster stark machen. Insbesondere hat uns allen die kämpferische Haltung von Dr. Schneider imponiert, die unserem Freundeskreis nachhaltig zu weiteren Mitgliedern und finanziellen Handlungsmöglichkeiten verholfen hat. Ihm gilt unser besonderer Dank!
Die Mitgliederversammlung wählte einstimmig Hansjürgen Frowein, den früheren Schulleiter der Martin-Luther-Grundschule an der Coerdestraße und Vater einer Schülerin der ESPA, zum neuen Vorsitzenden. Als Stellvertreterin wurde Heike Hadeler, frühere Schülerin der Fachschule für Sozialpädagogik und der Fachschule für Heilpädagogik, gewählt. Neben den „Alt-Vorständlern“ Carola Kamps und Wolfgang Barenhoff, die in ihren Ämtern bestätigt wurden, wurden in den Vorstand gewählt: Johanna Pudlatz, langjähriges Mitglied des Freundeskreises und ehemalige Schülerin der Berufsfachschule an der ESPA, sowie André Rittinghaus, ehemaliger Schüler der Fachschule für Heilerziehungspflege.

Zum 1.Juni 2005 begann offiziell und lange erwartet unsere neue Schulpfarrerin Jutta Neumann ihren Dienst an der ESPA. Die Pfarrstelle an unserem Berufskolleg war frei geworden, nachdem Pfr. Ulrich Zinke nach 18 Jahren Tätigkeit an der ESPA eine neue berufliche Herausforderung suchte. In einem feierlichen Gottesdienst am 17.Juni wurde Jutta Neumann von Superintendent Dr. Dieter Beese in ihr neues Amt eingeführt, und danach in einem Grußwort von Prof. Günter Böhm, Vorsitzender des Kuratoriums, mit religionspädagogischem Rüstzeug für die neuen Aufgaben versehen. Anschließend hieß der Bezirksbeauftragte für Berufskollegs Pfr. Jörg Uhlmann sowie der Schulleiter der ESPA Frau Neumann in ihrem „neuen Beruf als Lehrerin“ im Kollegium herzlich willkommen.

Ein Fazit für das Jubiläumsjahr 2005:
Stolz auf 50 Jahre erfolgreiches Lehren und Lernen am ESPA-Berufskolleg.
Zuversicht und Hoffnung durch 50 Jahre evangelische Schulkultur in Münster.
50 Jahre Mut zur Pädagogik im Dienste der jungen Menschen,
aber auch Dankbarkeit für Menschen, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten die ESPA getragen und begleitet haben.

Es dankt im Namen der ESPA:
Lutz G. Böhm, Schulleiter

 

 

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